August 16th, 2010 by vkroll

(c) João Pedro Gonçalves
Im Abendgebet des 16. August 2005 wurde Frère Roger von einer geistig verwirrten Frau getötet. Sein letztes Wort soll “Rémittence” (Vergebung) gewesen sein. Die Versöhnung war die Quintessenz seines Lebens.
Posted in Allgemein |
No Comments »
August 9th, 2010 by vkroll
Bischof Andreas Laun schreibt unter http://kath.net/detail.php?id=27660 über die Opfer der Panik auf der Loveparade und über den strafenden Gott. Wie man auf die Idee kommen kann, diese beiden Themen in einem Text zusammenzubringen, erschließt sich mir nun wirklich überhaupt nicht.
Ja, es ist katholisch / christlich an einen Gott zu glauben, der den Menschen zur Rechtfertigung zieht, aber was das mit den Opfern der Loveparade zu tun hat, weiß (hoffentlich) nicht mal der Weihbischof von Salzburg.
Als Mensch, der regelmäßig nach Aussagen von kirchlichen Würdenträgern befragt wird, steht man fassungslos vor einem solchen schwachsinnigen, grausamen und unsensiblen Text. Manchmal würde ich mir wünschen, wenn auch Bischöfe nur dann was sagen würden, wenn sie dies vorher mit anderen besprochen hätten. Wie soll man als Christ von dem liebenden (auch dem strafenden gerechten) Gott sprechen, wenn Würdenträger der Kirche so einen Schwachsinn absondern.
Absolut fassungslos.
Posted in Allgemein |
Comments Off
April 21st, 2010 by vkroll
Ich gestehe jedem Menschen ein Recht auf seine Meinung zu, so habe ich auch akzeptiert, daß Bischof Mixa eigentlich stehts nur polarisiert in seinen Äusserungen. Ich kenne nur wenige Katholiken, die mit ihm übereinstimmen.
Nun aber ist es genug, so viele Skandale, die sich um seine Person und seine mutmasslichen Gewaltausübungen in seiner Zeit als Pfarrer und Lehrer sowie merkwürdiges Umgehen mit Spendengeldern, daß er mit dem Bleiben im Amt, die katholische Kirche immer mehr beschädigt.
Mein Wunsch wäre, daß Herr Mixa die Konsequenzen zieht oder aber (eigentlich wäre mir dies als Zeichen noch lieber), die Kirche — der Papst — ihn von seinem Amt enthebt und einen apostolischen Diozesanadministrator einsetzt.
Das katholische Kirchenrecht (Codex Iuris Canonici CIC) sieht für einen Bischof vor:
Can. 378 — § 1. Hinsichtlich der Eignung der Kandidaten für das Bischofsamt wird gefordert, daß der Betreffende
1° sich auszeichnet durch festen Glauben, gute Sitten, Frömmigkeit, Seeleneifer, Lebensweisheit, Klugheit sowie menschliche Tugenden und die übrigen Eigenschaften besitzt, die ihn für die Wahrnehmung des Amtes, um das es geht, geeignet machen;
2° einen guten Ruf hat;
…
All dies kann man von Bischof Mixa nicht mehr sagen.
Inzwischen haben sich auch zwei Bischöfe der deutschen Bischofskonferenz zu dem Thema geäußert:
http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=373937
Heute am 22.04.2010 wurde bekanntgegeben, daß Bischof Mixa den Papst gebeten hat, ihn von seinem Amt zu befreien. Es bleibt zu hoffen, daß Papst Benedikt XVI. diesem Gesuch sehr schnell nachkommt, damit die Kirche in Augsburg und in Deutschland eine Chance bekommt, sich mit den eigentlichen Problemen zu beschäftigen.
Posted in Kirchenrecht, Kirche |
Comments Off
April 1st, 2010 by vkroll
Die Feier des Gründonnerstages leitet die Liturgie der drei Tage vom Leiden, Sterben und der Auferstehung Christi ein. Sie wird üblicherweise am Abend gefeiert. Sie erinnert an das letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern am “Rüsttag des Pessach-Festes” gefeiert hat. Die Kirche erinnert mit dieser Feier an die Einsetzung der Eucharistie. Der Gründonnerstag ist deswegen auch kein Fastentag.
Die Liturgie ist von folgenden Teilen bestimmt:
- Wortgottesdienst mit dem Evangelium von der Fußwaschung.
- Fußwaschung
- Eucharistie-Feier mit Austeilung des Abendmahles in Gestalt von Brot und Wein, was in der katholischen Kirche nur an wenigen Tagen üblich am Gründonnerstag aber “geboten” ist
- Ölbergstunde
Die Beschreibung der Fußwaschung kommt nur im Johannes-Evangelium vor, hier wird beschrieben, wie Jesus eine übliche Sklavenarbeit tut, nämlich den Teilnehmern des Abendmahles die Füße zu waschen. Während der Fußwaschung kommt es dann zu einem Dialog zwischen Petrus und Jesus. Petrus will sich nicht die Füße waschen lassen, erst als Jesus ihm sagt, daß er dann keinen “Anteil an ihm” habe, will er sich waschen lassen, dann jedoch gleich ganz. Jesus erklärt ihm, daß die Füße ausreichen würden. (Joh. 13,1-15)
Danach ist es in der katholischen Kirche üblich, daß der Priester einigen Menschen der Gemeinde die Füße wäscht. Gesehen habe ich das schon in sehr unterschiedlichen Varianten, das ist immer eine Überlegung des Zelebranten. In einigen Gemeinden fällt dieser Ritus auch weg.
Nach der Fußwaschung ist dann die Feier der Eucharistie, diese ist gerade am Gründonnerstag mit dem feierlichsten Hochgebet (der ersten Variante) üblich und der Austeilung des Abendmahles in Brot und Wein.
Nach dem Ende des normalen Gottesdienstes wird üblicherweise das “Allerheiligste ausgesetzt” und der Tabernakel komplett geleert. Der Kelch mit den übrigen Hostien wird dann an einen anderen Ort gebracht und zur Anbetung der Gemeinde ausgestellt.
Der Tabernakel (also der Aufbewahrungsort der übrig gebliebenen Hostien) ist dann von diesem Moment an bis in die Osternacht leer, um die Einsamkeit zu symbolisieren. Nach dieser Feier wird auch keine Eucharistiefeier bis in die Osternacht gefeiert. Der Karfreitag ist in der katholischen Kirche der einzige Tag ohne Eucharistiefeier.
Posted in Allgemein |
Comments Off
April 1st, 2010 by vkroll
Die Kirche begeht ab heute die Tage, die den reichsten liturgischen Schatz beinhalten. Sie begeht “die drei österlichen Tage vom Leiden, vom Tod und von der Auferstehung des Herrn”.
Die Feier beginnt am heutigen Gründonnerstag Abend mit der Feier des Abendmahles, geht weiter mit dem Gedenken des Leidens und Sterbens Jesu (üblicherweise um 15:00 gefeiert). Danach ist der Karsamstag von der “Grabesruhe” bestimmt.
Am sehr frühen Ostersonntag oder in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag wird dann die Feier der Osternacht und damit die Auferstehung Christi gefeiert. (Die Osternacht wird häufig bereits am Samstag um 21:00 Uhr begonnen, gehört aber eigentlich an den frühen Sonntagmorgen gegen Sonnenaufgang, was sich in den letzten Jahren in einigen Gemeinden wieder durchsetzt, so feiert der Karmel in Berlin die Feier der Osternacht am Ostersonntag um 5:00 morgens.
Posted in Liturgie, Fastenzeit |
Comments Off
April 1st, 2010 by vkroll
Pressemeldung
31.03.10
Bischof Ackermann: „Kartage sind eine Aufforderung zu Reue und Gebet“
Der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), hat die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz eingeladen, am Karfreitag eine besondere Fürbitte in die Liturgie einzufügen. „Angesichts der aktuellen Situation der Problematik des sexuellen Missbrauchs im Raum der Kirche habe ich diesen Vorschlag unterbreitet“, so Bischof Dr. Ackermann. In der Karfreitagsliturgie gibt es traditionell die zehn großen Fürbitten. In diese Fürbitten soll in diesem Jahr eine Bitte „für die Kinder und Jugendlichen“ eingefügt werden, „denen inmitten des Volkes Gottes, in der Gemeinschaft der Kirche, großes Unrecht angetan wurde, die missbraucht und an Leib und Seele verletzt wurden“, heißt es in dem Gebetstext. „Die Kartage sind eine Aufforderung zu Reue und Gebet“, betonte Bischof Ackermann.
Wir veröffentlichen hier den Text der diesjährigen zusätzlichen Karfreitagsfürbitte, die aus einer Fürbitte, einer Gebetseinladung und einem abschließenden Gebet besteht.
Diakon (Priester): Lasst uns beten für die Kinder und Jugendlichen,
denen inmitten des Volkes Gottes, in der Gemeinschaft der Kirche,
großes Unrecht angetan wurde,
die missbraucht und an Leib und Seele verletzt wurden;
wir beten auch für diejenigen, die schuldig geworden sind
und sich schwer versündigt haben an jungen Menschen,
die ihrer Sorge und Obhut anvertraut waren.
(Diakon: Beuget die Knie. - Erhebet euch.)
Priester: Allmächtiger, ewiger Gott,
dein Sohn ist in seinem Leiden selbst ein Opfer
von Unrecht und Gewalt geworden;
wegen unserer Sünden wurde er bis ins Herz verwundet.
Sei mit deiner Liebe, deinem Trost und deiner Kraft
allen nahe, denen großes Unrecht geschehen ist
und die tiefe seelische Verletzungen erlitten haben;
richte sie auf, heile ihre Wunden und stärke ihren Glauben;
den Schuldigen aber gib Einsicht und Reue,
die Bereitschaft zur Umkehr und den festen Willen,
vergangene Untaten gut zu machen.
Sende uns allen deinen Heiligen Geist als Beistand,
damit wir auf dem Weg deiner Gebote bleiben,
dem Bösen widerstehen und entschiedener das Gute tun.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. - Alle: Amen.
(Pressemeldung der deutschen Bischofskonferenz)
Posted in Liturgie, Pastoral, Fastenzeit, Kirche |
Comments Off
März 9th, 2010 by vkroll
Gerade im Zusammenhang mit den schrecklichen Vorfällen an Schulen, liest man immer wieder davon, daß sich die Täter “entschuldigt” hätten. Meines Erachtens ist das nicht ganz richtig und gerade im kirchlichen Gebrauch wird diese Formulierung auch nicht benützt. Korrekt kann man meines Erachtens nur um Verzeihung oder Entschuldigung bitten. Denn Entschuldigung ist ein aktiver Vorgang des Opfers nicht etwa des Täters, dieser kann in diesem Zusammenhang nur Bittsteller sein.
Posted in Allgemein |
Comments Off
Februar 24th, 2010 by vkroll
Die letzten Worte ihrer Erklärung waren: “Du kannst nicht tiefer fallen als in die Hand Gottes”.
So gradlinig und ehrlich ich einen Rücktritt finde, so sehr bedaure ich, daß diese wichtige Frau der deutschen Kirche nun nicht mehr so stark wahrgenommen werden wird. Da bleibt nur zu hoffen, daß sie in Zukunft dadurch wieder weitere Bücher veröffentlichen wird.
Es bleibt zu hoffen, daß die deutsche Presse nun nicht weiter Häme über sie ausgiesst.
Posted in ev. Kirche |
Comments Off
Februar 23rd, 2010 by vkroll
Pressestatement von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch - Montag, 22. Februar 2010, 15.00 Uhr
Sexueller Missbrauch Minderjähriger
- Über die bekannt gewordenen Missbrauchsfälle bin ich zutiefst erschüttert. Sofort nach Bekanntwerden haben wir darauf reagiert.
- In aller Deutlichkeit unterstreiche ich: Sexueller Missbrauch an Minderjährigen ist immer ein abscheuliches Verbrechen. Ich mache mir diese Formulierung von Papst Benedikt aus tiefer Überzeugung zu eigen und entschuldige mich bei allen, die Opfer eines solchen Verbrechens wurden. Im Raum der Kirche wiegt der Missbrauch besonders schwer, weil es ein besonderes Vertrauen von Kindern und Jugendlichen in den Priester gibt. Es darf keinen Missbrauch geben – schon gar nicht im Raum der Kirche.
- Wir haben vor acht Jahren einen guten und entscheidenden Schritt nach vorne getan und Leitlinien zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch Minderjähriger geschaffen. Wo immer nämlich ein Verdacht vorliegt, muss es eine lückenlose und absolut transparente Aufklärung geben. Ich begrüße, dass sich der Jesuitenorden seiner Verantwortung stellt und Konsequenzen aus den Verfehlungen einiger Patres zieht. Wir deutschen Bischöfe drängen darauf, dass die früheren und teils lange zurückliegenden wie natürlich alle neueren Fälle sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen aufgeklärt werden. Wir halten die Leitlinien von 2002 für unverändert wichtig. Sie stellen die Grundlage unseres Handelns dar. Diese Leitlinien bringen vor allem – und das ist wichtig – die Sorge um die Opfer zur Geltung.
- Die Leitlinien haben sich bewährt. Sie weisen uns selbst den Weg, wie wir Mitverantwortung übernehmen können. Dabei wünschen wir, dass die staatlichen Behörden so schnell wie möglich eingeschaltet werden und die Staatsanwaltschaften alle möglichen Einblick erhalten. Ich betone das, weil es hierzu Falschmeldungen gab.
- Wir werden die Leitlinien überprüfen und über mögliche Änderungen sprechen.
- Wir werden auch über Fragen der Prävention sprechen. Unsere künftigen Priester müssen menschlich und damit auch in sexueller Hinsicht über die Eignung und nötige Reife für ihr Amt verfügen. Dasselbe gilt für alle pastoralen und pädagogischen Mitarbeiter. Außerdem wollen wir uns darüber unterhalten, wie wir in dieser schwierigen Lage den katholischen Schulen zur Wahrung des Ansehens verhelfen können.
- Wir brauchen in unserer Gesellschaft – und das gilt für uns selbst ganz besonders - eine Kultur des aufmerksamen Hinschauens. Wir müssen wachsam sein, für das, was im Verborgenen passiert. Und wir müssen den Mut haben, Unrecht sofort beim Namen zu nennen, da wo es passiert.
- Ich gehe davon aus, dass die Bischofskonferenz zu diesem Thema am Donnerstag eine Erklärung abgibt, über die ich Sie dann in der Abschlusspressekonferenz informiere.
- Mir ist das Thema so wichtig, dass ich unseren Papst Benedikt XVI. bei meinem Besuch im März von mir aus darauf ansprechen werde.
zitiert nach: http://www.dbk.de/252.html?&tx_ttnews[tt_news]=1508&tx_ttnews[backPid]=233&cHash=77318392f6
Posted in Sexualität, Kirche |
Comments Off
Februar 19th, 2010 by vkroll
München, 18.02.10 SJNews - Zur Vorlage des Zwischenberichtes der Beauftragten für Missbrauchsfälle im Jesuitenorden, Frau Ursula Raue
Seitdem vor einigen Wochen die Problematik sexueller Missbrauch durch Mitglieder des Jesuitenordens deutlich wurde, ist die Erwartung einer gründlichen Aufklärung der Vorfälle in vielfacher Weise aufgegriffen worden. Der Orden hat unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Beauftragte zur Klärung von Missbrauchsfälle, Ursula Raue, eingeschaltet und sie gebeten, entsprechend den Richtlinien „Zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Ordensleute im Bereich der Deutschen Ordensoberenkonferenz“ die Vorwürfe zu prüfen und eine erste Beurteilung vorzunehmen.
Nachdem Frau Raue zahlreiche E-Mails, Briefe und Telefonanrufe erhalten und auch Einsicht in die Akten genommen hat, hat sie heute im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin ihren angekündigten Zwischenbericht vorgelegt.
Die Informationen von Frau Raue beziehen sich vor allem auf Vorfälle in den 70-er und 80-er Jahren in Jesuitenschulen und in von Jesuiten verantworteter Jugendarbeit. Das Ausmaß dieser Übergriffe, in denen sich sexuelle und sadistische Motive mischen, ist für den Orden erschreckend und beschämend. Ich danke den Opfern und Betroffenen, dass sie nicht mehr schweigen, sondern den Mut gefunden haben, uns mit ihren Erfahrungen zu konfrontieren.
Frau Raue äußert ihr Erstaunen, dass sie in den Unterlagen des Ordens aus der damaligen Zeit kein Nachdenken darüber findet, was die Erfahrung des Missbrauchs bei Kindern oder Jugendlichen für Schäden anrichtet. Dazu sage ich: Dies ist eine Schande für einen Orden, der als eine seiner Hauptaufgaben das „animas iuvare“ [den Menschen helfen] auf seine Fahnen geschrieben hat.
Mit Scham erfüllt mich auch die im Bericht klar benannte, wenn auch noch ungenügend aufgeklärte Tatsache, dass Täter von einer Station der Jugendarbeit in die andere geschickt wurden. Was hier menschliches Versagen von Leitungspersonen im Einzelfall war, und was hier strukturell falsch lief, wird in einem weiteren Schritt zu klären sein. Unsere Akten stehen Frau Raue weiterhin zur Verfügung.
Vor zwei Wochen habe ich einen geständigen Täter, der heute noch im Orden ist, von der öffentlichen Ausübung seiner priesterlichen Funktionen suspendiert. Ich habe den Rücktritt des Kollegsleiters in Bonn angenommen, der dadurch den Weg zu einer lückenlosen Aufklärung der Vorfälle freimachen will und einen neuen, kommissarischen Kollegsdirektor ernannt. Weitere personelle Konsequenzen sehe ich auf Grund des Zwischenberichtes von Frau Raue noch nicht für notwendig an.
Aufgrund des Zwischenberichtes kann ich folgendes als erste Konsequenzen für den Orden benennen:
Erweiterung des Arbeitsstabes von Frau Raue. Ich habe mit Frau Raue vereinbart, dass sie die in den Richtlinien vorgesehene Möglichkeit nutzt, ihren Arbeitsstab entsprechend ihrem Bedarf zu erweitern.
Einrichtung von Arbeitsstäben in den drei Schulen unseres Ordens. Frau Raue hat deutlich gemacht. dass der Umfang der noch zu leistenden Arbeit enorm ist. Sie betont die Notwendigkeit, auch an den einzelnen Schulen des Ordens jeweils einen Arbeitsstab für die Aufarbeitung der Vorgänge einzusetzen. Über diese Empfehlung werde ich mit den Leitungen der jeweiligen Institutionen beraten.
Prävention. Frau Raue betont in ihrem Bericht die Notwendigkeit, Modelle zu entwickeln und zu institutionalisieren, die geeignet sind, zukünftigen Missbrauchsfällen vorzubeugen. Darunter fallen für sie die Benennung von Ombudspersonen als Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler sowie Supervision und gezielte Fortbildung für das Personal in den entsprechenden Institutionen unseres Ordens. Auch darüber werde ich mit den Verantwortlichen vor Ort ein Gespräch aufnehmen.
Im Namen des Ordens danke ich Frau Raue, dass sie mit äußerster Sensibilität und schier unendlicher Ausdauer allen zugehört hat, die sich in den letzten Wochen bei ihr gemeldet haben, um zur Aufklärung beizutragen. Besonders sei aber auch denen gedankt, die auf welche Weise auch immer physisch und psychisch missbraucht worden sind und die durch ihre Meldungen wesentlich zur gegenwärtigen Aufklärung der Vorfälle beitragen.
Pressemeldung der Jesuiten entnommen: http://www.jesuiten.de/aktuell/index.htm
Posted in Kirche, Jesuiten |
No Comments »